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Gute Frage. Wie kommt man als Nicht-Fotograf auf die Idee, sein Geld als Fotograf verdienen zu wollen? – Nun, da wirken Kräfte in zwei Richtungen, die eine schiebt einen von etwas weg (nämlich dem alten Job) und eine andere Kraft zieht einen zu etwas hin. Aber es ist noch etwas mehr.

Simplify – Vereinfachen
Es ist der Wunsch, Dinge zu vereinfachen. Entscheidungen zu vereinfachen. Ideen in die Tat umzusetzen, statt lange Diskussionen über notwendige Prozesse und Lösungsstrategien mit einem Dutzend Menschen in Meetings zu besprechen. Als selbständiger Unternehmer hat man sicher nicht weniger zu tun, als als leitender Angestellter, und Aufgaben wie Gewerbe- und Steuerrecht sind neben den rein fachlichen Fragen auch nicht besonders sexy. Aber die Aussicht, wieder mehr Entscheidungsfreiheit zu haben, ist für mich einer der Hauptgründe gewesen.

Alle Talente einbringen zu können
Die Fotografie ist ein langjähriges Hobby von mir. Früher mit Spiegelreflex und in der eigenen Dunkelkammer, die erste Bridge-Kamera hab ich mir vor über 10 Jahren zugelegt, weil damals digitale Spiegelreflexe noch den Gegenwert eines Kleinwagens kosteten. Und irgendwann kam die DSLR. – Aber als Fotograf muss man sich ja auch irgendwie vermarkten. Man muss Businesskram machen. Und das hab ich gelernt. Eine kaufmännische Ausbildung gemacht und seitdem 20 Jahre in Vertrieb und Marketing gearbeitet. Und zwar an der Front, sprich texten, designen, verhandeln sind alles Dinge, die ich seit Jahrzehnten praktiziere. Außerdem planerische und analytische Fähigkeiten. Das zusammen gibt mir das Vertrauen, es schaffen zu können… Ob ich es schaffen werde? – Das wird sich zeigen. Aber versuchen will ich es.

Ich hab keine Angst, ins Kalte Wasser zu springen, aber ich weiss gerne vorher, wie tief das Becken und wie weit es zum anderen Ufer ist.

Lesen, lesen, lernen, lernen
Ich weiss, dass ich nichts weiss. Den Satz kennt jeder. Und er ist wahr. Dementsprechend habe ich, vom Moment meines Entschlusses vor etwa 3 Monaten alles an Infos aufgesogen, was ich finden konnte. Das Internet bietet eine Unmenge von Inspiration. Tolle Fotografen-Websites, aber eben auch viele Blogs die Interessantes von hinter den Kulissen zu berichten wissen. Die besten davon habe ich in meine Links gepackt.

Zum Schluss noch ein Tip in Papierform. Ein exzellent recherchiertes Buch eines erfahrenen Businessfotografen, lesenswert und lehrreich: Gary Gladstone – Corporate & Location Photography.

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