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Noch bevor ich eigentlich den konkreten Plan der Selbständigkeit hatte, wollte ich mich stärker mit der Portraitfotografie befassen und habe einen kleinen Raum im Keller zum provisorischen „Studio“ ausgebaut. Etwa 3mx3m groß, und fensterlos bot er gleichbleibende Lichtbedingungen und meine Do-It-Yourself Utensilien durften auch stehenbleiben. Da hab ich dann so ziemlich jeden reingezerrt, der wollte oder auch nicht.

Licht, bitte!
Hier habe ich das erste mal gezielt mit Blitzlicht und Lichtformern gearbeitet… oder zumindest so was ähnlichem. Auf der Lighting-Academy-Webseite gab es viele nützliche und vor allem günstige Tricks, mit denen man sich aus Baumarkt-Utensilien einfaches Ersatz-Equipment für nen kleinen Taler basteln kann… So wurde ein alter Duschvorhang an 2 Dachlatten zur großen Softbox, als Reflektoren kamen Styroporplatten mit und ohne Rettungsfolie in Silber und Gold zum Einsatz, ein lokaler Bühnenbauer hatte noch einige qm schwarzen Moltonstoff als Hintergrund übrig und ein  Uralt-PC per langem USB-Kabel mit der Kamera verbunden diente als Live-Kontrollstation. Da hab ich schon einiges technische gelernt, aber auch gemerkt, dass ich diese künstliche Studiosituation eigentlich nicht mag…

Regie, bitte!
Außerdem fiel mir auf, dass ich mich mit einer Sache noch gar nicht recht befasst habe… Dem Anweisungen geben. Da meine Versuchskaninchen eben keine Models sondern meine Frau, Freunde und Verwandte waren, war meist der erste Satz: „Sag mir, was ich machen soll.“ – Gute Idee… Aber was sagt man da? „Steh einfach ganz natürlich da“ war meine erste Idee – aber relativ schnell merkt man, dass das auf einem Foto meist nicht vorteilhaft aussieht. Außerdem ist das mit der Natürlichkeit so eine Sache, in einem kleinen Fotostudio, hinten schwarz, vorne blitzt es und zwischendrin turnt ein Typ mit ner Riesenlinse im Gesicht rum, der auch nicht genau weiss, was er tun soll…

Aber Meister fallen schließlich nicht vom Himmel. Und so heisst es weiter üben, üben, üben… Und so geht es in meiner heutigen Video-Empfehlung um das Thema „Anweisungen geben“. Peter Hurley zeigt den Trick mit der „Jaw-Line“.

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