Schlagwörter

Nachdem ich eben noch das Equipment für das morgige Shooting gecheckt habe (Akkus voll? Speicherkarte leer?) setz ich mich gerade noch mal an YouTube und schau meine abonnierten Fotokanäle so durch. Erst ein bissi Technik-Kram, dann aber die Business-Tips. Und BOOM stoße ich wieder auch eine essentielle Weisheit.

Rule of Seven
Diese Regel ist erst mal gar keine sklavisch zu befolgende Regel, sondern eher eine Idee. Und auch keine, die mir sooo neu wäre (schließlich arbeite ich ja nun auch schon ein paar Jahre im Marketing), aber hier wurde sie noch mal sehr gut auf den Punkt gebracht.

Die Rule of Seven besagt, dass es meist etwa 7 Kontaktpunkte braucht, bevor ein Kunde Dein Produkt kauft. Dass Wiederholung hilft und Einmal-Aktionen nicht wirksam sind, ist klar… Aber warum genau?

Nun – erst mal muss man ja überhaupt wahrgenommen werden, in dem ganzen Werbe-Lärm, der heute herrscht. Und dann muss, ist man erst mal wahrgenommen worden, ja auch eine Überzeugung eintreten, dass derjenige WIRKLICH was Vernünftiges anbietet. Und dann muss der potentielle Kunde ja nun auch mal einen Bedarf haben. Meist wird auch beim Preis gezögert, aber wenn der Bedarf und die Überzeugung da ist, ist der Preis meist nicht mehr das große Thema (vorausgesetzt, er ist halbwegs marktgerecht).

Und außerdem ändern sich die Dinge permanent. War zum Beispiel vor einigen Jahren E-Mail-Marketing noch besonders effizient, so ist das heute, wegen des ganzen Spam-Aufkommens, fast schon ins Gegenteil verkehrt worden.

Schlussendlich bleibt eines klar – man muss permanent am Ball bleiben. Immer wieder neue Ideen haben und umsetzen. Und ich glaube ehrlich gesagt, dass dies viele Fotografen gar nicht begriffen haben…  Wie auch? In der Fotografen-Ausbildung jedenfalls sind gerade mal 10% Wirtschaftsthemen enthalten, meist Buchhaltung etc. Von der Kundengewinnung lernen die Leute nix. Und dann finden Sie am Anfang Ihrer Karriere 2-3 Methoden, die Geld in die Kasse bringen, und wundern sich, dass dieselben Methoden 20 Jahre später nicht mehr funktionieren.

Meist wird das dann auf „die billigen Digitalkameras und die Amateure, die damit die Preise kaputt machen“ geschoben. Aber bezahlbare analoge Spiegelreflexkameras haben in den 1990ern ziemlich das gleiche gekostet, wie heute die digitalen. Und bei Blitzen, Softboxen und Schirmen hat sich nicht viel getan. Geändert hat sich vor allem, dass der Kunde heute erwartet, die digitalen Feindaten mit allen Nutzungsrechten zu erhalten, die der Fotograf früher nie in Negativform rausrückte.

Mehr zur Rule of Seven jedenfalls an dieser Stelle und im folgenden Video:

 

 

Advertisements