Schlagwörter

Zu jeder Unternehmensgründung (und eine solche ist die Selbständigkeit ja) gehört auch ein vernünftiger Businessplan. Und obwohl ich beruflich schon das ein oder andere Pamphlet verfasst habe und auch gewiss nicht auf den Mund gefallen bin, so war dieses Schriftstück doch eine Herausforderung. Derzeit bin ich bei v0.9 – ein bissi Feinschliff fehlt sicherlich noch. Man braucht ihn ja nicht nur, um bei der Bank bzgl. einer Gründungsfinanzierung vorzusprechen – er hilft ja auch, sich selbst klar zu werden, ob man an alles gedacht hat und ob das Vorhaben Aussicht auf Erfolg geniesst.

Als erstes sucht man sich natürlich entsprechende Vorlagen. Ich habe mich an einer Struktur der Bürgschaftsbank Hessen orientiert, die schien mir am sinnvollsten. Etwa 10 DIN A4 Seiten sind es inkl. der 3 Excel-Tabellen (Rentabilitätsplan für 3 Jahre und Liquiditätsplanung für 36 Monate) geworden. Allerdings kommt jetzt noch der Feinschliff. Meine Frau hat schon drüber geschaut, fehlt noch der Steuerberater und meine Schwester, die zufällig früher Kreditsachbearbeiterin für Firmenkunden war, bevor sie Mutter wurde. Mal abwarten, wie da das Feedback ausfällt…

Die Rentabilitäts- und Liquiditätsplanung wird es außerdem noch in 3 Versionen geben: Worst Case, Best Case und Real Case. Denn ja – da ganze Zahlengezacker gehört auch zur Selbständigkeit als Fotograf. In erster Linie ist man schließlich Unternehmer, der eher zufällig mit der Kamera Geld verdient… Und ich will frühzeitig wissen, wenn ich auf die Fresse zu fallen drohe.

Airport-Shooting

Und nun noch was Kreatives. Über die Model-Kartei habe ich kürzlich eine Suche nach Business-Models ausgeschrieben, da meine Freunde zwar liebe Leute sind, aber 1) irgendwann zuende gehen und 2) Leute die besser aussehen auch automatisch meine Fotos besser aussehen lassen. Es kamen zwar nur 2 Bewerbungen rein, aber eine davon sah sehr gut aus. Ein Bänker, Mitte 40, der nebenberuflich das Modeln angefangen hat.

Eigentlich wollte ich Open-Air shooten, aber dann sah ich ein Video von Jared Polin, der wieder einmal ein 5-Minuten-Portrait gemacht hat – an einem Flughafen. Inspiriert davon (und weil ich nicht weit von einem Flughafen entfernt lebe und das Wetter auch nur mäßig war) habe ich als kurzerhand das Shooting dorthin verlegt. Es mag zwar etwas tricky sein, da es Privatgelände ist und normalerweise Fotografieren einer Genehmigung bedarf. Aber da ich ja primär mein Model fotografiert habe und nicht den Flughafen, hat uns niemand angesprochen. Wir haben allerdings auch eher Low-Profile gearbeitet, sprich kein Stativ und keine Lichtformer, sondern überwiegend Available Light und manchmal den Aufsteckblitz gegen die Decke und Wand gerichtet. Alles in allem bin ich SEHR zufrieden mit den Ergebnissen. Einige der Fotos sind nicht nur fürs eigene Portfolio, sondern werde ich auch versuchen, bei Microstock-Webseiten wie Fotolia und iStockphoto unterzubringen… Biddeschön und gute Nacht.

Advertisements