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Gestern und heute habe ich einige Bilder vom Airport-Shooting bei Microstock-Anbietern hochgeladen. Ich hatte mich schon vor einigen Monaten bei iStockphoto und bei fotolia registriert, aber noch kein passendes Bildmaterial.

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iStockphoto
Bislang habe ich in meinem jetzigen Hauptjob immer mal gerne bei iStockphoto Bilder gekauft. Große Auswahl, hochwertige Bilder und überschaubare Preise. Nun wollte ich also Anbieter werden – und da verlangen die Jungs schon mal einige gute Hürden zu nehmen. Mein Steuerberater empfahl mir, doch mal meinen Fotobestand durchzurosten, da seien „doch bestimmt ne Menge toller Bilder, die man einstellen kann.“ Und wenn im Monat nur 50 € dabei rumkämen, hätte es sich ja schon gelohnt. Nun ja – sein Wort in Gottes Gehörgang. Aber der Reihe nach…

Es gibt bei iStockphoto einen sehr gut gemachten Bereich, der über alles notwendige wirklich sehr ausführlich aufklärt. Es wird auf vielen Seiten erklärt, was man darf, was nicht, was gewünscht ist, und was man besser lässt. Alles im Dienste eines hochwertigen Angebotes. Ich muss sagen – Respekt. Die Quizfragen, die das Gelernte prüfen sollen, habe ich bestanden und durfte dann 3 Bewerbungsbilder hochladen, die dann von Prüfern begutachtet wurden – und postwendend nach 3 Tagen als „abgelehnt“ wieder im Briefkasten landeten. Mit der Begründung, sie seien „zu ähnlich“. Nun gut, es hiess, man solle keine Serien hochladen, bei denen sich die Bildern nur wenig unterschieden… Bei meinen gab es lediglich das Thema „Wasser“ als Gemeinsamkeit. Nun denn – dachte ich mir. Womöglich haben sie so viele Bewerber, dass sie erst mal einfach ablehnen und neue Bilder anfordern, um zu schauen, ob der Proband am Ball bleibt – ich blieb. Lud also 3 neue Bilder hoch, und nur noch eines wurde abgelehnt. Wiederum nach einer Zwangspause durfte ich dann noch eines uploaden und wurde dann – taraaaaa – als Bilderlieferant zugelassen… Heissa! Hatte nur noch keine Bilder…

Fotolia
Bei diesem Anbieter habe ich auch schon einmal gekauft und weiss von Freunden, dass er in Deutschland beliebt ist. Also auch dort mal angemeldet und angeklickt, dass ich auch Bilder verkaufen möchte. Nachdem ich bestätigt habe, dass ich nix Verbotenes hochlade, war ich drin. Einfach so. Auch interessant…

Und die Kohle?
Tja – das ist nun die große Frage… Bilder werden auf beiden Plattformen gegen eine virtuelle Währung verkauft – den „Credits“. Man kann als Bildkäufer Credits in Paketen erwerben, je nach Menge und Anbieter kostet ein Credit zwischen 0,75 € und 1,38 €. Die Anzahl Credits, die ein Bild kostet hängt davon ab, wie groß es ist, ob es exklusiv nur bei diesem Anbieter erhältlich ist und welche Nutzungsrechte benötigt werden. Bei Fotolia reicht die Spanne von 1 bis 50 Credits pro Bild, bei iStockphoto standardmäßig von 3 bis 20 Credits. Als Anbieter erhält man zwischen 15% und 45% je nach Status, Bildwertung und Exklusivität, meist aber um die 20%.

Das heisst nach Adam Riese, ein Kunde kauft ein Bild mittlerer Auflösung für 10 Credits (die er für sagen wir 1 € erworben hat), dann bleiben bei mir also satte 2 € hängen… *hust* Und da beschwert sich die Welt, dass Apple von App-Entwicklern 30% Marge einbehält? Was sagen wir denn da zu den 80% von Microstockanbietern? – Wir hüllen uns besser in Schweigen…

Immerhin weisen die Bilder auf den vorderen Suchergebnisrängen teilweise abenteuerliche Downloadzahlen auf. Die Businessdame, die mir bei iStockphoto entgegenlächelt, tut das anscheinend auch von 14.000 anderen Webseiten, Prospekten oder Flyern… Rechnen wir kurz mal hoch… 28.000 € hören sich schon anders an. Allerdings ist dieses Bild auch seit 4/2008 online, aber trotzdem respektabel.

Die Bürodamen bei Fotolia sind deutlich weniger beliebt. Da sehe ich kaum etwas mit mehr als 500 Downloads…

Nun ja – es ist ein Versuch und ich werde sicherlich nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn meine ersten 5 Bilder nicht sofort Megaseller werden. Aber als alleiniges Geschäftsmodell taugt es wohl weniger. Zumal die Herstellung von hochwertigem Bildmaterial, das auch verkäuflich ist, ebenfalls nicht für umme zu haben ist.

Wir werden sehen.

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