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Heute gibt es gleich mehrere Sachen zu berichten. Eins vorweg, ich bin gerade stolz wie Oskar… Aber der Reihe nach.

Businessplan
Über das lange Osterwochenende habe ich endlich meinen Businessplan, sowie die die Rentabilitäts- und Liquiditätsberechnungen fertig gemacht. Insgesamt 9 Seiten Text, sowie 6 Excel-Tabellen (ok, OpenOffice) mit Zahlen. Da ich eine kaufmännische Ausbildung habe und auch in meinem jetzigen Job ein Budget verwalten muss, ist mir das zwar nicht unendlich schwer gewesen, aber es war trotzdem eine ziemliche Herausforderung. Und wird es auch bleiben, denn zu unterscheiden, welche Geldströme denn nun liquiditätswirksam oder rentabilitätswirksam sind, ist nicht ganz trivial (außer, man ist Steuerberater oder Controller).

Ich habe nun das Glück, in meinem Freundeskreis einige Personen zu haben, die diese Berufe ausüben. Und denen habe ich mal meine Zahlen zugeschickt, um Feedback einzuholen. Und den ersten beiden sind einige Dinge aufgefallen, die ich nun noch nacharbeiten muss. Prima, dass man solche Freunde hat!!! :-)

Fazit #1: Überlege NIEMALS eine Selbständigkeit OHNE Steuerberater zu starten. Du kommst in Teufels Küche, ich schwör. Fazit #2: Sprich mit den Leuten in Deinem Umfeld, die Dir Hilfe oder Tips geben können. Das ist kein Aufruf zum Ausnutzen, aber wenn man freundlich in den Wald hineinruft … Du weißt schon …

Neue, überraschende Aufträge
Ein lieber Freund, den ich immer noch nicht vor der Linse hatte, weil unser Shooting-Termin buchstäblich ins Wasser fiel, fragte neulich an, ob ich denn eine Veranstaltung fotografisch dokumentieren könne (er arbeitet bei einem Kongressveranstalter, der einer großen deutschen Tageszeitung angegliedert ist). Und da das Event ein normales Budget hatte, war auch für den Fotografen ein entsprechender Betrag vorgesehen. Juhu! Er hatte keinen Zweifel, dass ich den Job gut erledigen werde, denn er kennt meine Bilder. Soweit schon mal so toll…

Dann telefonierten wir die Tage noch einmal, um die letzten Details zu besprechen, da kommt er mit einer weiteren Anfrage um die Ecke, die mich echt von den Socken gehauen hat… Einer der Referenten soll nämlich noch porträtiert werden – und zwar für DAS COVERFOTO eines Magazins aus dem Umfeld der großen deutschen Tageszeitung!!! Gut, es ist „nur“ ein Fachmagazin – aber doch genau aus dem von mir angestrebten Business-Umfeld (und Hand-aufs-Herz: fürs Goldene Blatt möchte ich auch kein Covershooting machen!). Rock’n’Roll! Die Event-Location ist auch interessant, so dass das Bild schick werden dürfte. Am Montag bekomme ich dann final Bescheid, ob das auch von der Seite des Referenten her klappt – aber ansonsten ist alles schon mal fix vereinbart.

Und die Kohle?
Ist ja immer so eine Frage, wenn man als noch-nicht-Profi auftritt. Was kriegt man? Ich möchte mich nicht dem Vorwurf aussetzen, die Preise für etablierte Fotografen kaputt zu machen, aber ich bin eben auch noch kein etablierter Fotograf. Aber da mein Ziel ja die Selbständigkeit in 2012 ist, will und kann ich mir die Preise nicht selbst ruinieren. Für die Event-Dokumentation von 17-22 Uhr waren 500 € angeboten worden, was ich sehr fair finde. Bei diesen fällt auch keine nennenwerte Bildbearbeitung an (lediglich ein bissi Aussortieren) so dass die Nacharbeiten in einer Stunde erledigt sein dürften. Außerdem habe ich die Option bekommen, über den Veranstalter auch den Referenten Fotos von Ihrem Vortrag anbieten zu dürfen und so noch einen nachträglichen Taler zu verdienen.

Das Portrait-Shooting hatte ich mit etwa 2 Std. vor Ort angesetzt, inkl. Location-Scouting, sowie Auf- und Abbau der Blitzanlage und zusätzlich nochmal 2-3 Std. für Selektion, Abstimmung der Vorauswahl und Bearbeitung der ausgewählten Bilder. Mein Angebotspreis dafür lag bei 450 €. Draus geworden sind 350 €, was aber meines Erachtens durchaus fair ist, angesichts der Tatsache, dass ich keine separate Anfahrt habe, wir nur etwa 20 Minuten lang Zeit haben um 1-2 Motive shooten und ich ein Kombipaket mit dem anderen Shooting mache. Zumal für einen Einsteiger. Oder hab ich mich doch unter Wert verkauft?

Ach ja – ich pflege mich übrigens in diesen Situationen nicht als „Amateurfotoraf“ zu bezeichnen, weil meine Bilder durchaus professionelle Qualität haben, sondern als „noch nicht gewerblicher Fotograf“. Kommt besser an und die Leute wissen, worum’s geht.

Und der Titel dieses Postings? Nun der hat seinen Hintergrund in einem Bild, was mir neulich über den Weg lief… Mahlzeit und schönes Wochenende.

Good Things

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