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Hallo liebe Leser…

wow – hätte nicht gedacht, mal einen Post so zu beginnen, aber seit Fotografr.de meinen Blog empfohlen hat, war hier Zugriffszahlen-mäßig die Hölle los. Und natürlich sind auch die Abo- und Kommentarzahlen in die Höhe geschnellt. Danke also noch mal an Michael ‚Omori‘ Kirchner für die Link-Empfehlung. Donnerkiesel.

Vielen Dank auch an alle, die aufmunternde, mutmachende und motivierende Kommentare geschrieben haben. So etwas baut ungemein auf und das ist in so einer Phase nicht zu unterschätzen. Ich war überrascht, wie viele sich sogar die Mühe gemacht haben, und die gesamte Chronologie nachverfolgt haben… Respekt.

An alle diejenigen, die sich sogar die Mühe gemacht haben und die Umfrage vom März noch ausgefüllt haben auch recht vielen Dank, doch ich habe die Umfrage nun geschlossen. Ich habe mich in den 6 Monaten doch bei meinen Portraits deutlich weiterentwickelt, so dass die dort gezeigten Bilder nicht mehr repräsentativ sind. Vielleicht mache ich demnächst noch mal eine Umfrage.

Und an der Finanzfront?
Ich hatte ja in einem der letzten Postings schon angedeutet, dass ich nach der Ablehnung für das KfW-Programm auch die Option eines Ratenkredites auf den Tisch bekommen hatte… Das habe ich natürlich auch einmal durchgerechnet, denn dieser ist natürlich entsprechend teurer (je nach Bonität zwischen 7 und 12% Zinsen, gegenüber 3,3% Gründungsförderung), wobei das in der monatlichen Belastung gar nicht so viel ausmacht (etwa 60-70 €). Allerdings summiert sich das natürlich über die Laufzeit auf.

Auch ist hierbei zu beachten, das ein Ratenkredit normalerweise ja nur an Menschen mit geregeltem Einkommen vergeben wird. Als Selbständiger muss man gemeinhin die letzten Jahresabschlüsse vorlegen (was bei mir logischerweise noch nicht geht). Allerdings ist meine Frau ja noch berufstätig und verdient auch nicht schlecht. Ich möchte ihr zwar in der Gründungsphase nicht auf der Tasche liegen, aber ihr bereits früher gemachtes Angebot, als Kreditnehmer und Bürge mit einzusteigen musste ich hier nun doch annehmen, obgleich ich das ursprünglich nicht wollte. Und auch wenn wir verheiratet sind, so wird es auch eine schriftliche Vereinbarung hierüber geben, wer hier wofür wie gerade zu stehen hat. Über manche Dinge macht man sich erst mal keine Gedanken, aber wenn man es schriftlich formuliert, fallen schnell Dinge auf, die man mal besprechen und festlegen sollte….

So haben wir daher bei einer der beiden Banken einen Antrag auf eine Kombination auf Ratenkredit (für 2/3 der Gesamtsumme) und eine Kreditlinie für ein Geschäftskonto (über 1/3 der Gesamtsumme) gestellt. Da ich ja nicht alles Geld sofort benötige, können so die Mehrkosten für den Raten aufgefangen werden. Und wenn alles wirklich gut läuft, wird die Kreditlinie auf den Geschäftskonto (vergleichbar mit dem Dispo beim privaten Girokonto) womöglich gar nicht benötigt.

Ich bin natürlich ein gebranntes Kind, und so habe ich auch bei diversen anderen Banken nach dem Thema Ratenkredit geschaut. Da gibt es verschiedene Angebote, viele kann man direkt online berechnen und sogar direkt einen Antrag stellen. Auf Anfrage bei einer Bank, was ich denn im Antrag genau angeben soll, da ich ja NOCH im ungekündigten Angestelltenverhältnis bin, aber BALD in die Selbständigkeit wechseln möchte (in den Kreditbedingungen steht natürlich drin, dass man umgehend auf Veränderungen im Familienstand, Wohnungs- und Arbeitsplatzwechsel hinweisen soll). Schriftlich bekam ich nur die Antwort, mich doch bitte telefonisch zu melden – was ich auch tat. Im Telefonat hieß es dann (Gedächtnisprotokoll): „Also eigentlich müssen Sie das angeben, was im Augenblick ist. Also Angestellt und ungekündigt. Und was in der Zukunft ist – sag ich jetzt mal so von Mensch zu Mensch – das weiß man ja nie so genau. Wir merken ja nur etwas, wenn die Raten nicht mehr gezahlt werden.“ – Also eigentlich ein klarer Aufruf zum Umgehen der Regularien. Natürlich wäre dabei dann am  Ende ich der Gelackmeierte. Aber, laut Aussage der Bankangestellten, ändert sich bei einer solchen Änderung nur die Zinshöhe, die Kreditsumme muss nicht vorzeitig zurückgezahlt werden. Die Banken haben einfach zu großes Interesse an den Krediten (und Zinsen) und erfüllen gesetzliche Vorgaben nur soweit wie nötig und auch nur bei der Vergabe – was danach passiert ist ihnen schnurz, solange das Geld kommt…

Da kann man jetzt verschiedenes von halten und ich möchte hier auch ganz deutlich KEINE Empfehlung für diese Vorgehensweise aussprechen. Es ist für mich lediglich eine Notlösung, die ich für mich erwäge, weil ich meine persönlichen Parameter entsprechend überblicken kann und ich das Risiko für mich als überschaubar einschätze. Die Frage lautet eben, kann ich zukünftig und langfristig die monatliche Rate zahlen, auch wenn das Business schlecht läuft, oder ich womöglich wieder in ein Angestelltenverhältnis wechseln würde.

Wie dem auch sei – Anfang Oktober erwarte ich von beiden Banken den Bescheid, ob ich nun über diesen Weg mein Gründungsvorhaben starten kann…

Und sonst so?
Nun, da sich die Vor-Gründungsphase nun schon ein Weilchen hinzieht, muss ich langsam schauen, dass ich Butter bei die Fische bekomm. Wenn eine Feder zu lange gespannt ist, schnappt sie nicht mehr zu, sondern leiert aus. Das will ich auf jeden Fall vermeiden. Mein aktueller Job jedenfalls ist immer mehr eine Belastung. Natürlich umso mehr vor dem Hintergrund der Mehrfachbelastung. Im ohnehin stressigen Hauptjob ist gerade eine besonders hektische Phase, einige Photojobs kommen nebenher rein und wollen erledigt werden und dazu noch die Gründungsaktivitäten, die nicht ganz so flüssig laufen, wie erhofft.

Wie gesagt, wenn man gleich bei den ersten Schwierigkeiten die Flinte ins Korn werfen würde, sollte man sich das mit der Selbständigkeit durchaus überlegen. Mich motiviert es derzeit nur umso mehr…

Ich will auf die Frage „Wie geht es Dir“ endlich wieder ohne zu zögern und mit dem Brustton der Überzeugung sagen können „Danke, mir geht’s super!“. Konnte ich die letzten 2-3 Jahre nicht mehr… Zumindest nicht im Berufskontext – und auch privat immer seltener, denn es belastet ja auch die Stimmung nach Dienstschluss…

Am Ende gibt’s noch ein paar Bildchen von der letzten Firmenfeier, die ich begleiten durfte. Nettes Event…

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