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Über einen Monat ist der letzte Eintrag her – zurecht wurde das moniert und es ist auch in der Tat das ein oder andere passiert. Ich versuch mal, das Ganze der Reihe nach aufzuarbeiten.

Das Logo
Zunächst mal die Logo-Entscheidung. Wie gesagt, es war nicht einfach, es gab viele Meinungen und mit meiner Auswahl werden sicherlich einige nicht d’accord sein – aber das wäre bei jeder Auswahl so gewesen. Hier also daher der Gewinner-Entwurf:

Es wird zwar noch eine wichtige Änderung dran geben, statt der Region wird dann nämlich doch mein Name enthalten sein. Dieser Name ergab sich ja, wie vormals schon erklärt eigentlich aus der Notwendigkeit der Anonymität, schlussendlich konnte ein befreundeter Werber doch noch mal daraufhin wirken, auch meinen Namen als Markenbestandteil zu verwenden…

Mein Abschied aus der Branche
Ich habe ja nicht umsonst so einen Fackelzug aus der Geheimhaltung gemacht. Die Branche, in der ich arbeite, ist sehr klein, fast schon inzestuös, und normalerweise wird jeder Wechsel von Firma A zu Firma B schon mit Aufmerksamkeit beobachtet – der Weggang eines alten Hasen nach 15 Jahren ist da schon ein ganz schöner Kaliber. Für viele in der Szene war ich das Gesicht der Firma, weil vielen Branchen-Veranstaltungen der letzten 15 Jahre mein Gesicht auf die Bühne zu sehen war und ich Vorträge gehalten habe.

Ende Oktober war nun abermals ein großes Branchen-Event und da habe ich die Nachricht erstmals öffentlich gestreut. Ich bin ja noch gute 4 Wochen im Amt, aber die Reaktionen waren allesamt sehr ermutigend. Die offizielle Begründung, dass mir das Unternehmen inzwischen zu stark gewachsen ist und ich wieder Herr meiner Entscheidungen sein möchte, wurde durch die Bank weg von allen verstanden und unterstützt. Die Anteilnahme war also sehr hoch – es wird sich aber noch zeigen müssen, wer mit dem Marketingleiter und wer mit dem Menschen Kontakt haben wollte. Damit kann ich aber sein.

Neue Shootings
Zwischenzeitlich habe ich auch schon an den nächsten Jobs abgearbeitet. Zwar über meine Frau vermittelt, aber dafür umso interessanter. Sie verantwortet die neue Mitarbeiter-Zeitung in Ihrem Unternehmen und ich habe angeboten, dass ich mich in Sachen Bildsprache auch gerne konzeptionell mit einbringen würde. Die erste Ausgabe erscheint nun bald und die ersten, fast fertigen Layouts, die ich gesehen habe, stimmen mich froh. Es war sehr interessant, da es teilweise an einem Nachmittag diverse Personen abzulichten galt – irgendwo zwischen Portrait- und Journalismus-Fotografie angesiedelt das Ganze… Editorial trifft es wohl am ehesten. Sehr spannend – nun warte ich noch auf die Freigabe der Models für meine Webseite. Das zeig ich dan natürlich auch hier …

Webseite
Nächstes Thema – genau. Hier hatte ich mich ursprünglich dafür entschieden, mit einem Web-Designer zusammen zuarbeiten, weil ich selber zwar in Sachen Texte und Bildauswahl gut bin, aber eben HTML-, CSS- und Javascript-mäßig ziemlich genau Null Ahnung habe. Ich arbeite zwar schon lange mit diversen Content-Management-Systemen (Typo3, Joomla und WordPress, wobei das eigentlich kein echtes CMS ist) herum, habe aber in Sachen Templates da noch nicht wirklich das Wahre gefunden gehabt. Außerdem ist ein echtes CMS wie Typo3 um einiges zu umfangreich, während WordPress eher ein Blogging-Tool ist. ABER – dann fand ich vor einigen Wochen ein ziemlich geiles Theme für WordPress, dass wie für mich gemacht schien. Mit den neuesten HTML-Gimmicks ausgestattet, auf allen Browsern (stationär und mobil) lauffähig, ist schnell und elegant, und sah vor allem nicht nach Blog, sondern nach Portfolio-Präsentation aus. Gesagt getan, das Theme gekauft und die Doku durchgelesen. Ein bissi tricky das Ganze, zumal es mit einigen Einschränkungen kommt, die man erst mal kennenlernen muss, um zu wissen, was man machen sollte, und was nicht. Ich bin noch nicht ganz schlüssig, ob ich es tatsächlich verwenden werde, da es die Bilder on-the-fly skaliert und das hat so seine Tücken. Ich forsche und werde berichten…

Ach ja – fertige Seitenpakete, wie z.B. Viewbook, 1&1 oder ähnliche sind bei mir aussen vor, da man dort nicht in den Code eingreifen kann, ich mir aber die Möglichkeit von SEO nicht verbauen möchte (also der Webseiten-Optimierung für Suchmaschinen). Mit einer WordPress-Seite auf meinem eigenen Server ist das problemlos möglich. Und eine befreundete Agentur habe ich auch, die ich beauftragen werde.

Neues Equipment
Nun  – eigentlich dachte ich ja, dass soweit alles am Start wäre an Ausstattung. Ist es natürlich nie, weil immer noch ein Wunsch aufkommt, manchmal aber auch Notwendigkeit. Eines meines bisherigen Lieblingsobjektive, der berühmte Canon Billigheimer 50mm f1,8 zickte im Dauereinsatz. Zuerst ging ich von einem klassischen Backfokus aus,  da bei vielen Portraits die Ohren, anstatt der Augen scharf waren. Aber irgendwie nicht immer, manchmal war es eher ein Frontfokus und oft genug passte auch alles. Justage in der Kamera geht bei mir nur beim Canon-Service und es war ja auch nicht immer der Fall. Einige Tests mit ’nem Testchart gefahren und festgestellt, dass es da dann doch wieder meist gut hinhaut. Auf ’nem zweiten Body probiert – da auch gemischte Ergebnisse bekommen und erst mal ratlos gewesen. Hatte sogar schon ein YouTube-Video gefunden, dass eine DIY-Justage für dieses preiswerte Objektiv zeigte, denn eine 100 €-Optik justieren lassen, wäre schnell teurer, als das ganze Objektiv.

Und was war nun des Lösels Rätsung? Wie es im Moment aussieht, ist der mechanische Teil der Fokussierung, also der Motor am Problem schuld. Vom Aufbau her ist der berüchtigte Plastikbecher nämlich ziemlich labil. Und so zeigte sich bei meinen nächsten Tests, dass ein Backfokus immer dass auftrat, wenn der Fokus vorher auf „nah“ eingestellt war, und ein Frontfokus trat auf, wenn der AF von „weit“ zurückdrehen musste. Kurzum – der Fokuspunkt wurde zwar korrekt erkannt, aber die ruppige Mechanik bremste nicht rechtzeitig präzise ab.

Somit bleibt das 1,8er nun als Backup-Lösung im Bestand, aber ein höherwertiges 1,4er mit Ultraschallmotor übernimmt seine Rolle. In ersten Tests verhält sich das deutlich zuverlässiger und die Anzahl der Fehlfokussierungen sind dramatisch niedriger… Yeah…

Weitere Anschaffungen
… sind erst mal zurückgestellt. Sagt der Herr Steuerberater. Vor allem das Thema Auto. Blöd eigentlich, denn meinen Firmenwagen muss ich in Bälde abgeben. Da wollt ich mit meinen „neuen“ Gebrauchten dieser Tage schon mal in Ruhe aussuchen und dann ab Mitte Dezember nutzen. Blöd nur, dass das Gewerbe erst ab 1.1.2013 offiziell angemeldet ist. Was ich vorher anschaffe, kann theoretisch vom Finanzamt abgewiesen werden – bzw. der Vorsteuerabzug greift dann hier nicht mehr. Sprich – ich kaufe das Auto jetzt zwar mit ausgewiesener MwSt. aber als Privatmann, kann ich das Auto zwar ins Firmenvermögen überführen, aber die Vorsteuer (immerhin gut 2.000 €) nicht geltend machen und habe auch später beim Verkauf Nachteile. Und die Anmeldung vorzuverlegen würde für die diesjährige Steuererklärung erheblichen Zusatzaufwand (und -kosten) bedeuten…

So werd ich knapp 4 Wochen mit einem Mietwagen überbrücken müssen, was auch einige Taler kostet, aber deutlich weniger, als wenn die Steuer zuschlägt. Es kann zwar auch liebe Finanzbeamte geben, die sagen „ich sehe, die Anschaffung des Autos 6 Wochen vor Firmengründung ist eigentlich dafür gedacht gewesen“ – aber bei 2.000 € möchte ich mich nicht drauf verlassen müssen, dass der Finanzbeamte ’nen guten Tag hat…

Das also mal im Schweinsgalopp die wichtigsten Erkenntnisse und Neuerungen des letzten Monats. Ich gelobe, dass ich zumindest versuchen werde, hier wieder aktueller zu berichten. Mal schauen, ob’s klappt… Zum Abschluss noch mal ein Portrait aus einer der letzten Event-Dokumentationen – blau-kariert.

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