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Meine Herrn, man glaubt es kaum. Schau ich doch letztens in das Blog-Archiv und merke, dass „Von einem der auszog …“ tatsächlich heute vor einem Jahr den ersten Blogpost hatte… Huijuijui.

Und da geht erst mal ein ganz dicker Dank an alle Leser, die mich mit ihren Zugriffen und vor allem ihren Kommentaren immer wieder ermutigen, nicht nur weiter zu bloggen, sondern auch meinen Weg als Fotograf zu beschreiten. Ganz besonders möchte ich in diesem Zusammenhang mich bei Michael Omori Kirchner, dem Macher von fotografr.de bedanken. Hatte der Blog zuvor nur wenige Dutzend Zugriffe im Monat, war es sein Posting im September letzten Jahres, das auf einmal für fast 5.000 Zugriffe an einem Tag und 20.000 in den nächsten 8 Wochen sorgte… Nun war Publikum zwar nicht der Antrieb für den Blog, sondern das Festhalten meiner Geschichte. Aber schön ist es trotzdem. Seitdem ist es wieder etwas ruhiger geworden (ist wohl normal, dass nicht jeder, der einmal reinschaut auch dabei bleibt), aber der Januar ist mit gut 4.000 Views auch noch sehr ordentlich. Seit Herbst werden nicht nur Views sondern auch Besucher erfasst. Im Januar waren es 845, also 27 Leute pro Tag und jeder hat durchschnittlich 5 Artikel gelesen. Macht schon ein wenig stolz. Also – Danke noch mal, liebe Leser, Danke Michael.

Und so habe ich mich entschlossen, meinem Blog ein kleines Geschenk zu machen, eine kleine optische Aufhübschung. Habe erst an ein neues Theme gedacht, aber zum einen  nichts gefunden, was spontan viel besser gewesen wäre und zum anderen will man ja die geneigten Leser auch nicht verschrecken, wenn auf einmal alles anders aussieht. Also habe ich in die Tasche gegriffen, ein paar Dollars locker gemacht und die Custom-Design-Erweiterung von WordPress geholt, mit der man u.a. ein paar schicke Fonts (Schriften) einbinden kann. Zusätzlich habe ich meine Links mal aufgeräumt; einige, die ich nicht mehr nutze raus, dafür andere, die ich jetzt oft lese oder anschaue dazu. Schaut mal rein. Dazu noch ein dezenter Hintergrund und ein neues Titelbild und fertig! Den alten Header hatte ich vor etwa 10 Jahren in der Mohave-Wüste in Kalifornien fotografiert, er war aber eher eine Notlösung für den Blog-Start… Passte halt zum Titel – „einer der auszog“ und so …

Das neue Titelbild nutze ich doch gleich mal für einen kleinen Equipment-Überblick, den ich schon länger geben wollte. Mit was arbeite ich eigentlich so… Und da hau ich vielleicht gleich mal in den Sack und werde einige Leute verstören. *hehe*

Die Kamera(s)
Ich hatte ja ganz zu Anfang schon mal erwähnt, dass es nicht das neueste Modell ist. Genau genommen sogar ein recht betagtes. Es begann, als mir mein Cousin seine ausrangierte Canon EOS 20D schenkte. Jawohl, schenkte. Völlig unerwartet. Er hatte sich eine 50D geholt und die 20D lag nutzlos im Schrank herum. Da sagte er irgendwann „so klasse Bilder wie Du immer machst, ist die Kamera bei Dir in besseren Händen, als in meinem Schrank“. Hossa. Da hatte ich also nun eine 8 Jahre alte 20D mit Kit-Linse. Und was soll ich sagen. Ich mag das Ding und nutze es bis heute. Es rockt. Punkt.

Das robuste Magnesiumgehäuse, die großzügig angeordneten Bedienelemente, der helle Prismensucher und die Bildqualität finde ich heute noch super. Klar, meßwertetechnisch loost sie gegen moderne Kameras ab, aber das ist nicht der entscheidende Punkt – die Bilder sind es. Eine aktuelle 60D liefert mit demselben Objektiv etwa eine Blende weniger Helligkeit, weil der Sensor nicht nur mehr Pixel, sondern auch mehr Zwischenräume hat. Da geht ein Teil des besseren Rauschverhaltens wieder zum Teufel. Filmfunktion hab ich nicht – und brauch ich nicht. Die Auflösung von 8,2 Megapixel ist sicher heute nicht mehr State-of-the-Art, aber andererseits ist es ziemlich genau eine DIN A4-Seite in 300dpi Druckauflösung. Mehr musste ich bislang nicht abliefern. Und die Serienbildrate ist mit 5 Bildern pro Sekunde genau zwischen einer 5D MkII und MkIII (mache aber auch keine Sportfotos). Was dazu geführt hat, dass ich mir im Laufe des Jahres noch eine zweite Kamera gleichen Typs für zarte 160 € gekauft habe. Zum einen als BackUp (weil die Dinger eben mal 8 Jahre alt sind…), aber auch um auf Events nicht dauernd das Objektiv wechseln zu müssen. Außerdem kann ich so sämtliches Zubehör auf beiden Bodies nutzen.

Für mich einziger Nachteil ist das doch recht kleine Display (1,8″) mit dem sich auch in maximaler Vergrößerung die Schärfe nicht 100%-ig kontrollieren lässt. Aber damit komme ich im Moment noch gut klar. Wenn sie irgendwann nicht mehr reicht, weil z.B. auch noch mehr Futter zum croppen benötigt wird, würde ich mir eine 7D holen. Vollformat-Sensor brauche ich nicht (müsste ich außerdem meine zwei Hauptobjektive ersetzen). Aber schauen wir mal.

Ein Batteriegriff war eines der ersten Zubehöre – weniger wegen der Akkulaufzeit, als wegen der besseren „Haltbarkeit“ bei Hochformatbildern. Man muss den Arm einfach nicht die ganz Zeit über den Kopf heben. Lange habe ich dafür einen Meike-Griff verwendet mit Timer drin, der für Timelapse schön wäre, und einer Infrarot-Fernbedienung. Allerdings hat der Timer nie wirklich funktioniert und das Teil nach einem Jahr angefangen die Kamera mit Fehlfunktionen durcheinander zu bringen, so dass jetzt ein orginaler Canon-Griff BG-E2 ohne Schnickschnack im Einsatz ist.

Objektive
Die Kit-Linse (EF-S 18-55mm, f3,5-5,6) war erst mal der Startpunkt und hat den Weitwinkelbereich ausreichend gut abgedeckt. Als nächstes folgte der „Joghurtbecher“, die billige, Leichtbaulinse EF 50mm f1,8 II. 100 Taler, aber ein toller Look zeichnen diese Linse aus, ebenso wie eine lausige Mechanik und spontanes Lachen beim ersten Anfassen… Inzwischen wurde diese jedoch durch die EF 50mm f1,4 ersetzt, da ich mit dem 1,8er permanent Fehlfokus-Probleme hatte. Der AF hat zwar richtig gemessen, aber die Zahnradmechanik hat immer etwas zu spät gestoppt und so je nach Drehrichtung mal Frontfokus- oder Backfokus-Probleme produziert. Nicht schön. Und vor allem – nicht änderbar.

Als Tele habe ich relativ früh ein Sigma 50-200mm f4-5,6 DC OS gekauft. Ohnehin recht günstig kamen damals noch eine Cashback-Aktion und ein günstiger Händler dazu. Das Objektiv ist stabilisiert und mit Ultraschallantrieb ordentlich ausgestattet, einen Gegenlichtblende war auch dabei. Macht sehr solide Arbeit, erst recht für den Preis. Aber mein Liebling  im Koffer ist auch gleichzeitig die teuerste Linse. Eine EF 100mm f2,8 Macro. Das Ding ist knackescharf, das Bokeh ist schön cremig und im Rahmen einer Cashback-Aktion auch bezahlbar gewesen.

Letzter Neuzugang war dann ein neues Weitwinkel-Zoom, das die Kitlinse ersetzt hat, ein Tamron 17-50mm f2,8 SP XR LD Aspherical (IF) – was auch immer diese Kürzel alle sagen wollen.

Auf dem Tisch liegen noch 4 weitere Linsen, die ich aber nicht mehr nutze. Als erstes ein von mir lange geschätztes AutoExaktar 135mm f2,8 aus den 1970er Jahren. Macht am M42-Adapter mit Fokusbestätigung echt Spaß, sehr schöner Look, aber im Profi-Einsatz komplett unpraktikabel. Dann noch ein Weitwinkel-Vorsatz für die Kitlinse, der aber das Bild an den Rändern extrem versaut und eine Loreo Lens in a Cap 35mm f5,6 (wollte eigentlich eine Pinhole-Kappe haben, die hier gab’s aber im Angebot …). Und dann noch der Billig-Spaßbringer Danubia 500mm f8. Für knappe 50 € gebraucht (oder ca. 100 € neu) am M42-Adapter echt witzig mal in die Welt des Extremtele reinzuschnuppern. Natürlich manueller Fokus und eine Glasqualität, dass es einem vom linken Auge in die rechte Hosentasche tränt, aber da Lightroom 4 inzwischen chromatische Aberration ziemlich gut rausrechnen kann, sind die Bilder bisweilen durchaus vorzeigbar…

Blitze
Gestartet bin ich zunächst mit einem gebrauchten Sigma EF 510 DG-ST, der aber kürzlich den Geist aufgegeben hat und nun durch den Nachfolger EF 610 DG-ST ersetzt wurde. Das ist mein Aufsteckblitz für unterwegs, oft mit einem LumiQuest-Aufsatz versehen, der beim eBay-Kauf des ersten Blitzes dabei war (alles zusammen übrigens für 35!!€). Fürs Strobisten-Blitzen habe ich früher zwei Cullmann MD34 vom Flohmarkt gehabt. Heute verwende ich zwei YongNuo YN460, die mit einfacher Regelbarkeit, ausreichend schnellen Ladezeiten und Fotozelle einfach sehr praktisch sind. Und billig. Und zwei weitere YongNuo YN560 II sind gerade auf dem Weg zu mir.

Ausgelöst werden diese entweder von einem Billig-Funkset von Phottix (PT 04 II) oder seit neuestem von einem Set von Calumet, das wahlweise auch die Kamera fernauslösen kann.

Weiter geht’s nächste Woche …
Mann mann mann. Ganz schön viel Text bis hierhin schon. Damit es nicht zu lang wird, hebe ich mir Infos zu Stativen, Lichtformern und sonstigem Zubehör für nächste Woche auf… Da gibt’s auch noch einiges aufzulisten…

Zum Abschluss nochmal (für alle, die bis hierhin durchgehalten haben) VIELEN DANK für Eure Treue und Ausdauer. Es ist schön zu wissen, dass es Leute gibt, die die Texte unterhalten und vielleicht sogar inspirieren.

Auf bald.

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