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Bevor der Februar zu Ende geht, hier noch schnell ein weiterer Post. Letztes Mal habe ich ja einiges zu meinem Equipment (Kameras, Objektive und Blitze) geschrieben. Es fehlen aber noch Infos zu den Lichtformern und dem sonstigen Zubehör. Dies kommt heute dran, gefolgt von Neuigkeiten von der Businessfront. Aber der Reihe nach.

Lichtformer und -halter
Für (Business-)Portraits ist gutes Licht essentiell. Schon seit ich meine DSLR habe,  habe ich mich durch den Strobist-Blog von David Hobby gelesen. Der hat wahrscheinlich auch die meiste Schuld an meiner aktuellen Selbständigkeit ;-) Als erstes lernt man, dass weiches Licht wichtig ist, und die günstigste (und flexibelste) Art, das zu bekommen, ist ein Schirm. Mein erstes Set bestand aus einem einfachen Westcott Schirm, der sowohl als Reflektor-, wie auch als Durchlicht-Schirm nutzbar ist. Zusammen mit einem einfachen Schirmneiger und einem LumoPro LP605 Stativ war das mein erstes Setup. Die LumoPro-Stative haben mir so gut gefallen, dass ich inzwischen 4 Stück davon habe, die ggf. auch für ein kleines Hintergrundsystem (110cm Breite) herangezogen werden. Ein weiterer Durchlichtschirm von Phottix komplettiert inzwischen mein „Unterwegs-Set“. Schirme sind sehr viel einfacher zu transportieren und schneller zu handhaben, als Softboxen o.ä. Für meinen Bereich nicht unwichtig. Allerdings geht auch mehr Licht in die Gegend, statt zum Motiv. Aber das ist für meine Bilder meist ganz hilfreich.

Für andere Zwecke habe ich noch ein Walimex Beautydish mit Diffusor und seit kurzem auch eine kleine Softbox (Striplight) von Jinbei. Die hat aber noch ihren ersten Einsatz zu überstehen. Beautydish und Softbox sind über einen Walimex-Adapter für Kompaktblitze angeschlossen, der ein Bowens / VC-Bajonett hat und damit vielfältige Anschlussoptionen bietet.

Transport-Equipment
Da ich ja vor Ort beim Kunden arbeite, muss ich auch beweglich sein. Die oben genannten Utensilien verstaue ich in einer Mettle Studiotasche, die leicht aber überraschend stabil ist. Kameras und Blitze sind in zwei einfachen Baumarkt-Alukoffern untergebracht. Hierfür habe ich für Boden und Deckel noch Schaumstoff passgenau zuschneiden lassen, damit das Equipment gut gepolstert ist. Für Pelicases muss ich noch etwas sparen ;-) Für unterwegs habe ich von Freunden einen ausrangierten Foto-Rucksack von Samsonite bekommen, in den einiges (1 Body, 2-3 Objektive, 1 Blitz, Ersatzakkus, iPad, Ladegräte etc.) hineinpasst. Sehr smart für Event-Fotografie finde ich ja die Slingbags von Crumpler, aber wirklich nötig hatte ich die noch nicht. Mal sehen. Zu guter Letzt ist ein kleiner Rollwagen aus dem Baumarkt ein prima Helfer für Transportieren über längere Strecken.

Abseits der Kamera
Am Ende einer Shootings kommt ja noch die Nachbearbeitung. Hier bin ich Macianer. Im Büro steht ein 24″ Apple iMac auf dem Adobe Lightroom 4 läuft. Der Rechner ist mit einem Core2Duo Prozessor und 6GB Ram nicht der Schnellste, passt aber von den Eckdaten gut zur alten Canon und bildet ein prima Gespann. Ich versuche alle Arbeiten innerhalb von Lightroom zu machen, was seit Version 4 auch zu 98% funktioniert, da viele Retusche-Features eingebaut sind. Unterwegs arbeite ich mit einem 13″ MacBook Pro (ebenfalls Core2Duo) oder einem iPad 2 zur ersten Sichtung der Bilder in größerer Ansicht. Zur Monitor-Kalibrierung habe ich ein Datacolor Spyder4 Express. Als Tablett tut ein altes Wacom Intuos2 A5 klaglos seinen Dienst.

Derzeit prüfe ich gerade LightBlue als Software für meine Projekt- und Auftragsverwaltung. Die ist speziell für Fotografen-Zwecke konzipiert und ziemlich anpassbar. Vor allem deckt sie viele Schritte ab, die sonst über mehrere Softwares oder manuelles Verwalten gemacht werden müssten.

Und das Business so?
Tja – Der Februar ist praktisch rum und es lief soweit ganz prima. Über meine Frau kam der nächste Auftrag zustande. In Ihrer Firma stand die nächste Ausgabe der Mitarbeiter-Zeitung an und das deckt sich ziemlich genau mit meinen Umsatzplanungen für Februar. 2 Tage Shooting mit verschiedenen Teams und Kollegen. Neben normalen Portraits waren hier auch redaktionelle Fotos gefragt. Ein Team sollte bei Nachtarbeit dargestellt werden (blaue Blitzfolie olé), ein anderes Mal wurden zwei Azubis, die Ihre Prüfung bestanden hatten auf der Karriereleiter (die eine Treppe war) eine Stufe nach oben befördert, etc.

Spontan kam noch ein Mitarbeiter dazwischen, der ein neues Profilfoto für Xing haben wollte. Dankenswerterweise legte er großen Wert darauf, dass er es selber privat zahlt und keine Vermischung mit dem restlichen Auftrag stattfindet. Oft heisst es ja „wo Sie schon mal da sind, machen Sie doch noch mal eben schnell hier …“ und dann ist das Geschrei groß, wenn es extra Geld kostet…

Das schönste Ereignis war aber die Zusage für ein Angebot, das schon seit einiger Zeit draussen war. Ich werde den „Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft“ der FAZ mit Preisverleihung durch Tagesschausprecher Jan Hofer und anschließender Gala fotografisch begleiten. Für den Job werden sogar zwei Fotografen benötigt, so dass ich hier mit einem befreundeten Fotografen aktiv werde. Wird zwar eine harte Nummer, Samstag abend 8 Stunden lang, aber dafür lohnt es sich finanziell – und ich kann meinen Namen streuen. Auch hier waren wieder Beziehungen im Spiel, aber schon eine Stufe weniger. Den Entscheider selber kenne ich nur flüchtig, aber Freunde im Unternehmen waren schon sehr starke Fürsprecher für mich. – Ich denke, am Anfang geht’s aber auch nur so … Und damit ist der März-Umsatz nicht nur gedeckt, sondern auch schon ein Teil des April…

Segen oder Fluch?
Trotzdem geht natürlich die Akquise weiter. Über einen entfernten alten Kollegen habe ich nun Kontakt zum zentralen Bildeinkauf beim Springer-Verlag. Allerdings nicht dem großen „bösen“ Axel Springer Verlag, sondern einem Wissenschaftsverlag. Aber die Tatsache, dass Bildrechte meist gerne vollumfänglich eingekauft werden wollen und mit Einmalzahlung abgegolten werden sollen ist auch hier Fakt. Damit habe ich grundsätzlich kein Problem, arbeite ich doch bei meinen meisten Kunden so – allerdings muss sich das auch in entsprechenden Tagessätzen niederschlagen.

Wir werden sehen. An die Arbeit!

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