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So – nachdem ich ja letztens noch einen ultimativen und völlig neutralen Vergleich meiner alten EOS 20D mit einer 1D Mk IV gemacht habe und feststellen konnte, dass sich die Bildqualität kaum unterscheidet habe ich nun die Konsequenzen gezogen und mir eine 7D geholt. – Hä???

7D

Nun ist mir durchaus klar, dass die Vorteile neuer und größerer Kameras in anderen Disziplinen zu suchen sind (Autofokus, Geschwindigkeit, Auflösung, Funktionsumfang), aber es ist durchaus auch ein Faktor, wenn man als gebuchter Profifotograf irgendwo hinkommt und die Leute einem erzählen, dass sie sich gerade ne Nikon D800 geholt haben und man nur hofft, dass sie die Canon Nomenklatur nicht kennen und das kleine Display nicht sehen, was das Alter der Kamera verrät.

Für einen sich anbahnenden Auftrag brauchte ich ohnehin eine höhere Auflösung (Prospektbilder in A4 doppelseitig) und nachdem ich dann am Freitag auf der PCP-Tour in  Frankfurt ein wenig mit einer 7D herumspielen konnte, war es dann am Samstag soweit. Eine 7D ist da, ich freu mich drüber (bin aber bei weitem nicht so aufgeregt wie seinerzeit, als ich die 20D neu hatte).

Eine raus.
Zunächst hatte ich auch überlegt, den Anschaffungspreis durch den Verkauf meiner alten Kamera etwas abzumildern. Aber dann habe ich mir es doch anders überlegt. Da ich ja noch eine weitere 20D besitze, die ich auch weiterhin als Zweit- und Backup-Kamera behalten werde, sollte eine gehen. Außerdem habe ich noch die alte Kitlinse 18-55mm f3,5-5,6, sowie die kleine geile 50mm f1,8-Optik. Und einige Akkus etc. pp.

Wie der aufmerksame Leser ja weiss, ist mir meine erste 20D vor etwa 2 Jahren von meinem großzügigen Cousin (als ich ihn in den USA besuchte) geschenkt worden. Er sagte damals „Du machst tolle Fotos und bei Dir ist sie gut aufgehoben.“ Und so dachte ich, dass ich doch auch etwas von diesem – nennen wir es mal Karma – weitergeben könnte. Hier in Deutschland habe ich mir allerdings wenig Hoffnungen gemacht, damit jemandem wirklich eine Freude machen zu können…

Aber wir waren 2007 auf Hochzeitsreise in Namibia und hatten dabei Kontakt zu einer ganz reizenden Frau aus Windhoek, die ich über ein Touristen-Portal gefunden hatte. Wir mögen es halt ganz gerne, wenn man ein Land nicht nur aus Touristensicht sehen kann. Wir sind heute noch verfacebooked und so erwuchs der Gedanke, ob ich über sie nicht vielleicht einen jungen, talentierten aber bedürftigen Menschen finde kann, der sich über eine DSLR freuen würde.

Gesagt getan, Samstag eine Mail geschrieben und Sonntag Abend hatte ich bereits Kontakt zu einer jungen Kunststudentin, die bislang nur eine Kompaktknipse hat und sich ab und zu mal von Ihrem Bruder eine Bridgekamera ausleihen konnte. Sie hat sich einen sprichwörtlichen Ast abgefreut, als sie davon erfahren hat. Das Paket ist schon gepackt (ohne Akkus allerdings, da Gefahrgut) und morgen geht es aus die Reise. Drückt mir die Daumen, dass es ankommt. Zollpapiere sind ausgefüllt, Sendungsverfolgung soll es auch geben und versichert ist es obendrein (40 € sind aber auch ein Wort …)

Vielleicht bringt die Kamera ihr ja genauso viel Glück, wie mir :)

Zu tun
Ach – ich hatte mich ja letztens „beschwert“, dass ich zuwenig fotografieren würde. Das hat sich inzwischen wieder gelegt. Die Voigtländer steht geladen bereit (inzwischen auch mit einem Ilford Delta 3200 für Innenaufnahmen), Aufträge sind auch im Anmarsch und diverse freie Projekte rollen auch los. Zum Beispiel bin ich diese Woche Freitag noch mit Omori am Hockenheimring.

Chaka und schöne Woche Euch allen. Seid großzügig.

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