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Hmmpfff… Ich weiss ja aus der Theorie (und der Erfahrung anderer), dass es sowas gibt. Und dass es auch wieder vorbeigeht (nicht von alleine, aber wenn man dran arbeitet) – aber ist trotzdem doof.

Ein Sommerloch?!
Ich bin ja nun noch nicht lange genug dabei, um auf eigene Erfahrungswerte zurückgreifen zu können, aber das muss es wohl sein, dieses Sommerloch. Kamen im Juli noch wenigstens Anfragen rein (von denen noch einige Rückmeldungen ausstehen), so ist der August bislang noch komplett mau.

Und dabei bin ich nicht untätig. Aber klar ginge noch mehr. Klinkenputzen ist aber einfach viel weniger sexy als Marketing machen … Wird aber nicht ohne gehen … Und dann such ich nach potentiellen Kunden im Web, z.B. Agenturen, die Geschäftsberichte für große Unternehmen machen und dafür Fotos brauchen (für so Geschäftsberichte gibt’s ja auch Wettbewerbe, wer den schönsten hat, fast wie ne Foto-Competiton). Und dann schau ich mir die Arbeiten an, die da so drin sind, und denke bei mir „Alter, du suckst. Die sind alle viel besser als Du. Bessere Skills, mehr Style, coolere Ideen.“ Und es braucht wieder Tage, bis man rafft (bis ICH raffe), dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde. Dass die für einen 100-Mio.-€-Konzern Fotografen buchen, die es echt draufhaben, ist ja auch klar und keinen, der erst seit dem Jahreswechsel ’nen Gewerbeschein hat. (Natürlich fragt das kein Kunde ab, aber natürlich gibt es einen Unterschied in der Qualität der Arbeit.)

Und dann fange ich an, wild mit den Flügeln zu schlagen – „Ok, das klappt nicht. Was denn dann? Irgendwas anderes. Du hattest doch letztens so tolle Portraits im Peter Hurley-Stil geschossen. Vielleicht gibt’s ja in Frankfurt auch Schauspieler, die sowas brauchen können … oder oder oder – was anderes oder … aaaaaah, wir werden alle sterben!!!„…  na, so ähnlich zumindest. Und das dauert meist auch nicht lange. Dann erinnere ich mich, dass ich jeden Monat mit meiner Frau zusammensitze, wir besprechen, was vergangenen Monat alles erreicht wurde (oder auch nicht) und was für nächsten Monat auf die To-Do-Liste kommt. Die nehme ich mir dann vor. Und hake den ein oder anderen Punkt ab. Denn es braucht ja alles seine Zeit. Finanzpuffer ist auch noch da. Und dann werde ich wieder ruhiger. Schreibe einen kleinen Blog-Eintrag. Und widme mich anschließend dem Tagesgeschäft …

Stu-Stu-Studio
Ich hab ja vielleicht schon mal erwähnt, dass ich immer wieder Anfragen über Google bekomme, wegen Bewerbungsfotos, die ich bislang immer ablehnen muss. Und für Shootings, bei denen ich selber lerne und übe, räume ich auch immer unser Wohnzimmer um. So dass mir der Gedanke kam, einen ganz einfachen, billigen Raum zu suchen, den ich mal ein einfachen Studio-Startpunkt nutzen könnte…

Und wie es der Zufall will, weiss ein Nachbar von einem leeren Kellerraum, der quasi Erstbezug nach Renovierung ist. Direkt gegenüber. Seitenstraße der Fußgängerzone, Eingang in einem Neubau, hochwertiges Treppenhaus mit Granitboden. 3,50m x 6,90m groß, das passt gerade so. Großer Knackpunkt ist allerdings die Höhe. 2,10m ist Ende der Fahnenstange. Ne Softbox von oben geht nur bei sitzendem Modell. Mööp. Aber dafür kann ich den Raum vielleicht schon für ’nen Hunni bekommen (finale Preisverhandlungen stehen noch aus). Dazu kommen noch Investitionen für Boden und schwarze Vorhänge an den Seiten (1. wegen Reflektionen, 2. wegen Rohren). Aber auch das ist überschaubar. Irgendwo muss man ja anfangen … Hier ein paar Handyfotos von drinnen.

NACHTRAG: Hab noch eine DRINGENDE Buchempfehlung vergessen. Ein „Must-Read“ sozusagen: Zack Arias: Photography Q&A 

Anyway – zum Schluss noch ein paar Bilder von einer neuen, alten Liebe. Ich hatte vor Jahren eine Sigma DP1s, damals eine der ersten Kompaktkameras mit APS-C Sensor. Dazu noch Foveon-Bauweise, also wenig Megapixel, aber tolle Schärfe und Farben. Aber ein lausiger Low-Light-Performer. Irgendwann (als die erste DSLR kam), hab ich sie dann verkauft und immer ein wenig vermisst. Kürzlich gab es auch eBay aber ein günstiges Exemplar, ich hab zugeschlagen und gestern kam sie an. Direkt mal abends auf die Pirsch gegangen …

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